Die Forscherei-Philosophie

Die FORSCHEREI – dieses Label habe ich deshalb gewählt, weil es das Handwerkliche in den Mittelpunkt stellt und unaufgeregt daher kommt. Nicht der hehren, respektgebietenden Wissenschaft will ich den roten Teppich ausrollen, sondern allen, die ihren Arbeitsalltag am Schreibtisch, im Labor, im Feld verbringen, solide Wissenschaft leisten und auch ein Leben außerhalb der Wissenschaft haben wollen. Der akademische Betrieb hierzulande hat noch immer die Tendenz, den wissenschaftlichen Nachwuchs nicht zu bestärken, sondern das ganze Gegenteil zu bewerkstelligen. Getreu dem Grundsatz, dass sich nur jene für die Forschung eignen, die über Jahre allen Widrigkeiten trotzen, die Selbstdisziplin zur höchsten Kunst erheben und die sich der Hierarchie fügen. Daher ist mir in meiner Beratungsarbeit kaum etwas wichtiger, als ein achtsamer und respektvoller Umgang miteinander.

Die Methodenberatung verstehe ich als klassische fachliche Beratung, deren Ziel es ist, Lücken im fachlichen Know-how zu schließen, um den Forschungsprozess in Gang zu halten und zu einem erfolgreichen Ende zu führen. Wichtig ist mir, zu Beginn der Beratung eine präzise Problemdefinition zu erarbeiten, um das tatsächlich bestehende Problem angehen zu können und sich nicht mit Symptomen zu verzetteln.

Beim Wissenschaftscoaching biete ich Ihnen an, dass wir gemeinsam Rahmenbedingungen analysieren, Handlungsspielräume ausloten, Ihren eigenen Einflussbereich verdeutlichen, vernachlässigte Ressourcen aktivieren, alternative Sichtweisen entdecken. Versuche, mit Hilfe eines Coachings die Selbstausbeutung zu optimieren oder die eigene Funktion als Rädchen im Getriebe zu perfektionieren, sehe ich kritisch. Vielmehr sehe ich meine Aufgabe darin, einen Raum zu erschaffen, in dem es Ihnen möglich ist, verschiedene Problemlösungsansätze gedanklich durchzuspielen, ohne gleich ernst machen zu müssen. Die Entscheidung für eine adäquate Lösung wie deren Umsetzung in Ihre Lebensrealität liegen ganz bei Ihnen.

Bei der Forschungssupervision stehe ich Ihnen als Gegenüber für eine unkonventionelle, ertragreiche Dateninterpretation zur Verfügung. Ich biete Ihnen vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen als Feldforscherin Lesarten an, die Ihre eigenen Deutungen bereichern und vertiefen können. Die Entscheidung, welchen Einfluss Sie den Einsichten, welche die Supervision zu Tage fördert, auf Ihren Forschungsprozess einräumen, liegt ganz bei Ihnen.